Mein lieber Scholli
Schreibmaschine auf Papier
29,7 x 42 cm
Leipzig
2012
Gezeigt im Rahmen der 19. Leipziger Jahresausstellung unterwegs.
Performance
Mittels der Performance stelle ich die Frage nach Bewegtheit. Die Bilder, die ich durch meine performative Arbeit „male“ sind nicht starr – sie bewegen sich. Und damit bewegt sich auch die Perspektive der Betrachtung. Wie verändert sich ein Raum durch Bewegung darin? Wie, durch eine Erzählung oder durch eine Verschiebung eines kleinen Details? Als Performerin rege ich zum Bild in der Vorstellung an. Und zur Bewegung der Teilnehmer:innen in diesem Bild. Dabei beziehe ich den Raum, der klingt, der Historie in sich trägt, der benutzt wird oder verwaist ist, mit ein.
Über das körperliche Erlebnis, welches ich durch meine Performances in diesen Räumen erschaffe, kommen die Erinnerungen zu Tage und die Gedanken in Bewegung.
Installationen
Ich arbeite ortsspezifisch. Das zu Erzählende ergibt sich, aus dem, was existiert und vor Ort zu finden ist. Was ich hinzutrage oder hervorhebe, erweitert den Erzähl-Raum temporär. Diese Orte bilden die Klammer für unterschiedliche Einzelarbeiten – Objekte, Zeichnungen, Sound-Stücke oder performative Aktionen. In der Kombination entstehen, dem Ort entsprechend, Installationen oder Arbeiten im öffentlichen Raum.
Partizipative Aktionen / Kollektive Prozesse
Das gemeinsame Erforschen und Erzählen, Innehalten und Losgehen vergrößert die Spannweite der künstlerischen Ausdrucksmöglichkeiten. Erzählungen werden reicher an Details – das Bild irgendwann ganz klar und eingängig. Es ist nicht starr, sondern in Bewegung.
Nicht nur durch kollektive Autor*innenschaft, sondern auch durch das Teilen von Erfahrungen und Zugängen in Workshops wird das Spektrum des Erzählens größer und gewinnt an Wirkung. Beiderseits.
Bilder
Künstlerisches Arbeiten ist ein Prozess. Ein immer anwesender Begleiter. Kommt es an einer Stelle zu Vertiefungen – zum tieferen Graben – wird dieser Begleiter sehr präsent, manchmal sogar aufdringlich. Die Auseinandersetzung ist dann überall anwesend. Und um diesem Druck etwas entgegenzusetzen, entstehen – meist unbemerkt – einzelne Exponate, die alles in sich tragen. Wie eine klare Antwort. Für einen kurzen Moment.
Gezeigt im Rahmen der 19. Leipziger Jahresausstellung unterwegs.
Sammlung
Sammlungen bringen Haufen hervor – Häufungen. Sie sind einerseits Methodik des Sortierens und andererseits Unterbringungsmöglichkeit. Etwas eines liegt sicher in etwas Anderem verborgen. Irgendetwas liegt immer obenauf. Und an ein und der selben Stelle werden viele Geschichten erzählt. Die Häufung von Gedanken auf Papier, von Bildern, von Publikationen und Momenten ist jedoch auch Objekt. Es verkörpert die Art der Sammlung. Spricht über einen Gedanken darin. Wie eine Fußnote am Tischrand. Eine, seit 2004, wachsende Notiz.